Rahmenvertrag Bundeswehr – eine Kontroverse – Teil 4

Militär

21 Juli/Gepostet von r.drechsel

Vorletzter Teil – und man könnte noch so viel schreiben. ABER die Ausführungen sollen hier auch keine Beratung ersetzen! Nachdem es zuletzt um eher allgemeine Themen, wie Beratungsalltag, Betreuung und Vernetzung ging, sollen in diesem Teil die Fragen „Für welche Soldaten macht der Rahmenvertrag Bundeswehr Sinn?“ und „Wenn ja, in welcher Form?“ betrachtet werden. Dazu werden noch wichtige Abholpunkte für das Thema „Absicherung der Arbeitskraft“ genannt bevor sich der fünfte und letzte Teil mit einem Fazit endet.

Für welche Soldaten macht der RVBw Sinn?

Hier heißt das Stichwort (erneut) individuelle Abfrage beim Soldaten bzgl. dessen aktueller Verwendung. Hier laufen manche Soldaten unter dem Stichwort „besonders gefährdetes Personal nach §63 Soldatenversorgungsgesetz (kurz SVG)“. Dies sind Verwendungen, wie beispielsweise Strahlflugzeugführer, Fallschirmjäger, Kampfschwimmer, Minentaucher und noch ein paar weitere Spezialverwendungen. Hierzu gibt es noch weitere Verwendungen im Gesetzestext. Man märkt also schon, dass es für Soldatenberatung einfach Spezialwissen benötigt und für diese besonderen Verwendungen führt in der Regel kein Weg am Rahmenvertrag vorbei.

Eine weitere (schwer versicherbare) Soldatengruppe sind Kameraden unmittelbar vorm Abflug in den Einsatz. Wieso ist das so? Leider beschäftigen sich eine hohe Anzahl von Soldaten erst im Hinblick auf solche besonderen Ereignisse, wie der Auslandseinsatz, mit der Frage: „Bin ich eigentlich richtig versichert?!“. Dies ist dann für einen Berater mit diversen Handlungsoptionen für Soldaten einfach schon zu spät, weil viele Versicherer bei Vorlage eines schriftlichen Marschbefehls den Soldaten als Neukunden nicht mehr versichern wollen. Hier ist das Verhältnis Prämie/Risiko auf deutsch gesagt einfach zu hoch und Anfragen von Soldaten bekommen hier stets einen negativen Bescheid. Auch für diese Soldatengruppe ist die Absicherung über den Rahmenvertrag relativ alternativlos. Und exemplarisch nehme ich gerne noch „meine“ Spitzensportler – Sportfördergruppe der Bundeswehr – heraus. Hier schlägt nahezu jeder Risikobewerter auf Versichererseite seine Hände über den Kopf, denn Verletzungsanfälligkeit sind hier doch höher als normal. Einer der Gründe, wieso diese Personengruppe auch schwer ihre Arbeitskraft absichern kann. Also auch hier: „Ja, die Absicherung über den Rahmenvertrag Bw ist mehr als eine Option.“

Wenn ja, in welcher Form?

Das Zauberwort heißt RISIKOTARIF! Die im Rahmenvertrag notwendige Kombination aus Risikolebensversicherung und Dienstunfähigkeitsrente. Hier muss jeder Interessent für sich prüfen, wie hoch muss meine versicherte Rente im Falle der Dienstunfähigkeit ausfallen, damit ich meinen finanziellen Verpflichtungen weiter nachkommen kann. Dazu gibt es dann automatisch eine entsprechende Todesfallleistung, die sogenannte Risikolebensversicherung dazu. BITTE, keinen Tarif mit kapitalbildenden Rentenversicherung dazuwählen! Die Kombination aus (veralteter) Produktform, (zu hohen) Abschluss- und Vertriebskosten, sowie (niedriger) Garantieverzinsung machen diese Variante zu einem NO-GO! Finger weg davon, Kameraden!

„By the way“… Individuelle Verwendungen innerhalb der Bundeswehr bedingen auch individuelle Beratung und darauf abgestimmte Lösungen!

Mögliche Fragen,die sich aus Teil 4 ergeben können

1.) Gehöre ich mit meiner aktuellen Verwendung bzw. zukünftigen Einplanung zu einer besonders gefährdeten Personengruppe, die dementsprechend auch spezielle Informationen benötigt?

2.) Wie kann ich meine aktuelle Absicherung im Falle der Dienstunfähigkeit am Besten prüfen lassen?

 

Das war es für heute! Ich hoffe es konnten erneut wichtige Informationen vermittelt werden.  Demnächst folgt der vorerst letzte Teil zur Serie mit einem Fazit.

HORRIDO

Teilen des Beitrages ist wieder strengstens erwünscht! 😉

 

r.drechsel
Posted by r.drechsel

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