Rahmenvertrag Bundeswehr – eine Kontroverse – Teil 5

Militär

4 August/Gepostet von r.drechsel

Letzter Teil. Und ich sehe es dennoch als Anfang einer spannenden Reise in Bezug auf Soldatenberatung – in Abgrenzung zum „Produktverkauf“ beim Rahmenvertrag Bundeswehr!

Fazit

In den vorangegangenen vier Teilen sollte der Versuch unternommen werden das Thema Rahmenvertrag Bundeswehr kritisch aufzuarbeiten, Nadelstiche zu setzen und Informationen zu liefern – ohne den Leser dieser Artikel mit zuviel Tiefgang zu überfordern. Es sollte der Versuch unternommen werden, dem Halbwissen innerhalb der Kameraden Nährboden zu entziehen, um das pauschale Draufhauen auf dieser Art der Absicherung für Soldaten mit qualitativen Punkten entgegenzuwirken. Ich wollte damit aber auch interessierte Soldaten aufrütteln, Informationshunger decken und weitere Neugierde auf meine Art der Beratung erzeugen!

Wie in vielen Bereichen des persönlichen Lebens gibt es nicht nur schwarz/weiß in der Kontroverse über den Rahmenvertrag. Nein. Es gibt viele Grautöne, die die Arbeit mit Soldaten für Berater noch intensiver als man es in der Finanzberatung allgemein kennt. Am Ende des Tages muss sich jeder Soldat mit seiner Situation selbst auseinandersetzen. Das ist nahezu die Hauptüberschrift hinter jedem Beratungsthema. Erschwerend kommen beim Soldaten aber hinzu, dass man sich auch von erfahreneren Kameraden leiten lässt, auf Hinweise von Vorgesetzten wert legt und dabei mitunter das eigene kritische Hinterfragen und Auseinandersetzen mit der eigenen Situation vernachlässigt. Diese Eigenschaft, die einem im täglichen Dienst durchaus hilft, erschwert mitunter die Arbeit im Bereich Soldatenberatung.

Aber… „Wenn es einfach wäre (die Arbeit mit Soldaten), dann könnte sie doch auch jeder machen!“ 😉

Auftreten RVBw in der Kaserne/Umgang mit externer Beratung

Puh….ein manchmal nahezu „leidiges Thema“. Das dann nicht wirklich zur Steigerung der Handlungssicherheit des Soldaten führt. Regelmäßig wird externe Soldatenberatung in den Unterrichtungen des Rahmenvertrages in die „unseriöse Ecke“ gestellt. Warum?! Damit kein Soldat so ein Beratungsangebot wahrnimmt. Warum?! Damit wird hier versucht die möglichen Schwächen des eigenen Produktes/der eigenen Arbeit zu kaschieren. Warum?! Weil externe Soldatenberatung mittlerweile ist als reiner Produktverkauf. Es ist das persönliche Gespräch mit dem Soldaten. Es ist die zeitgemäße Vermittlung zahlreich wichtiger Informationen. Es ist die individuelle Analyse des Absicherung eines jeden Soldaten. Es ist das Schließen wichtiger Versorgungslücken. Es ist das Aufzeigen weiterer Vorteile bei einer Zusammenarbeit. Und…und…und…! Ich könnte hier nahezu philosophisch werden, so sehr liebe ich die Arbeit, die ich tue.

Und all diese Punkte sind natürlich Dinge, die man als RVB nicht leisten kann. Daher auch die flächendeckende Ablehnung externer Beratungsleistungen. Am Ende ist das immer Schade für den Soldaten, der sich dadurch nicht traut, solche Angebote wahrzunehmen.

Prüffragen zur Entscheidungsfindung:

1.) Wie möchte ich als Soldat informiert sein?

2.) Sind mir Informationen außerhalb des Themas Dienstunfähigkeit wichtig?

3.) Wie ist mein Berater gemäß Versicherungsvermittlerverordnung registriert?

4.) Welche Qualifikationen bringt mein Berater mit sich – sowohl fachlich als auch für mein Thema Soldat?

5.) Welche Referenzen kann mein Berater aufweisen?

6.) Wie vernetzt muss ich als Soldat mit meinem Berater sein?

7.) Was habe ich für einen Anspruch auf Beratung/Betreuung für die nächsten 10-20Jahre?

 

Mit diesem vereinfachten Prüfschema schließt der fünfte Teil meiner eingeschlagenen Kontroverse zum Thema Rahmenvertrag Bundeswehr. Ich bedanke mich für das Interesse und hoffe mit meiner Arbeit hier ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben.

Bei Fragen, Anregungen, Kritik und weiteren Themenwünschen einfach bei mir melden!

TEILEN ERWÜNSCHT!

Horrido!

René Drechsel

 

r.drechsel
Posted by r.drechsel

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