Würdest du gerne sparen, wenn es sich (wieder) lohnt?! (Teil 5)

Allgemein

26 Juni/Gepostet von r.drechsel

Sparen – wer kann da helfen?!

Gute Frage. Darauf kann es nur meinen Link, mit der Empfehlung sich bei mir für einen Termin zu melden, geben. Fertig! Aber lassen wir den Spaß mal kurz beiseite. Nach der Erkenntnis, dass Sparen einen Sinn haben könnte, sollte man hier einen geeigneten Partner finden, der die eigenen Ziele herausfiltern und mit entsprechenden Strategien/Strukturen und Produkten unterfüttern kann. Klingt einfach, ist es aber nicht wirklich. Allein das Angebot an Beratern, Bänkern, Strukturvertrieben, Versicherungsvertretern, Maklern und anderen Finanzprofis ist nahezu unendlich. Hier braucht es allein bei der Recherche viel Energie, aber jeder verdiente Euro, der richtig investiert ist, entlohnt für die Mühe. Garantiert! Hier eine kleine Handlungsempfehlung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat und dennoch helfen sollte.

Man muss die richtigen Fragen stellen

Wer hat nicht diesen einen Freund, der sich seit gefühlt 10 Jahren einen neuen TV für seine Bude anschaffen möchte, aber keine Entscheidung treffen kann. Genau, dieser eine Freund, der jedes YouTube-Tutorial zum Thema nahezu aufsaugt, jeden Vergleichstest inhaliert und dir eine wissenschaftliche Arbeit über den richtigen TV-Kauf aus dem Stegreif aus dem Hut zaubern kann. Diese Menschen gibt es in den verschiedensten Ausprägungen, egal ob beim Fahrradneukauf, der Urlaubszielsuche oder bei besagtem Fernseher. Es gibt also viele Menschen, die Energie aufbringen, bei der Frage nach dem nächsten Kauf (irgendeines Konsumgutes). Umso weniger Menschen beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Vermögensaufbau. Es mag nichts gerade sexy sein, sich mit verschiedenen Anbietern auseinanderzusetzen, aber ist jeder verdiente Euro nicht diese Mühe wert? In der militärischen Ausbildung sagt man, dass jeder Tropfen Schweiß in Vorbereitung auf ein Manöver später viele Tropfen Blut erspart. Und das finden wir nahezu eins zu eins im eigenen Umgang mit Geld und der Suche nach dem passenden Berater wieder.

Nicht jeder Experte ist auch einer…

Wenn ich Rechtsbeistand brauche, geh ich zum Anwalt. Ist mein Auto kaputt, mach‘ ich einen Termin mit der Werkstatt aus und wenn ich leckere Brötchen frühstücken möchte, dann geh‘ ich zum Bäcker. Aber beim Thema Finanzen hol‘ ich mir keine Hilfestellung vom Profi, weil die Branche ja so seinen Ruf hat. Das mach‘ ich lieber allein! Sowas gibt es und die Problemfälle, die sich daraus ergeben erleben Finanzberater jeden Tag. Dabei muss das nicht sein. Es gibt Fragen, mit denen könnt ihr euch durch die Verunsicherung hangeln und euren Fachmann/eure Fachfrau gegenüber auch festnageln. Kurz vorab: Für alle diejenigen, die einen beliebigen Berater suchen, die sollten sich auch drauf einstellen, eine beliebige Beratung und beliebige Produkte zu finden. Geh‘ ich beispielsweise zu einer Bank für eine Finanzberatung, dann kann ich mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass jede Beförderung oder die Umstrukturierung der Organisation mich jederzeit meinen Bankverkäufer kosten kann. Stell‘ dir also von vorne weg die Frage, wie wichtig ist dir der persönliche Bezug zum Berater!

Kompetenz!

Die Frage nach der Kompetenz kann weh tun – aus Beratersicht natürlich! Aber wir reden ja vom Sparen mit dem eigenen Geld. Darum sollte sich ein Profi beschäftigen. Das Haus lässt du dir ja auch von einem Architekten konstruieren oder gehst du damit in die Lego-Fachabteilung des Spielwarenladens?! Hoffentlich nicht. Aber wie findest du heraus, wie kompetent dein Gegenüber ist?! Hier ein Frageschema mit Antworten, die kommen sollten (PRO) und Antworten, die einfach nicht gut sind (CONTRA):

Frage: Wie sind Sie ausgebildet und wann war Ihre letzte Fortbildung? Zu welchem Thema?

Pro: Es sollte mindestens ein Nachweis der Kompetenz vorgezeigt werden in Form eines sogenannten Sachkundenachweis, wie ihn die IHK fordert. Das ist ein Mindeststandard. Dazu solltest du den Namen des Beraters auf folgender Seite eingeben und ein Ergebnis finden können: (Vermittler-Register) Hier trifft man dann auf verschiedene Beratertypen, auf welche ich in einem anderen Artikel noch einmal zu sprechen komme.

Fortbildungen sollten in einer gewissen Regelmäßigkeit passieren. Der Finanzmarkt ist kurzlebiger als je zuvor. Hier muss man up-to-date bleiben um einen Mehrwert für Kunden zu erzielen.

Contra: Ist kein Registereintrag oder anderer Nachweis der entsprechenden Fachkunde durch den Berater aufzeigbar, ist das ein K.O.-Kriterium und man sollte sich höflich verabschieden. Wer nicht einmal vorgeschriebene Mindeststandards erfüllt, sollte nicht mit Geld anderer Menschen in Berührung kommen. Wer keinen Anreiz in Weiterbildung sieht, hat die heutige Finanzwelt nicht verstanden. Sie ist schnelllebiger denn je und macht Fortbildung nahezu zur Pflichtveranstaltung.

Frage:  Was ist ihr Spezialgebiet?

Pro: Jeder Branche hat so seine eigenen Herausforderungen und erfordert Kenntnisse des Beraters. Je intensiver ein Berater in der entsprechenden Branche des Kunden informiert ist, umso sicherer kann er mit den Gefahren und Besonderheiten umgehen.

Contra: Kennt sich der Berater nicht in der Branche aus, dann kann es dennoch Lösungen im Sinne des Kunden geben. Prinzipiell ist Branchenkenntnis nicht das Nonplusultra für eine Entscheidung – das mit Sicherheit nicht. Aber sie schadet eben im Gesamtpaket des Beraters nicht.

Frage: Ist Ihnen jemand weisungsbefugt?

Pro/Contra: Die Frage könnte vielen Beratern weh tun, da man sowas gerne weglächelt. Denn ist einem Berater jemand weisungsbefugt, dann kann der Kunde davon ausgehen, dass sein Gegenüber nicht frei in seinen Entscheidungen ist. In wie weit sich so eine Abhängigkeit bei der Produktauswahl niederschlägt, ist immer sehr individuell und sollte im Nachgang recherchiert werden.

Transparenz

Da ist es wieder  – dieses Google. Und dann kommt es hier auch noch in seiner Urform, der Recherchefunktion um die Ecke. Wer seinen Berater heutzutage nicht im WWW findet, sollte wirklich ins Überlegen kommen. Warum? Findest du deinen Berater im Web, dann findest du eventuell auch Bewertungen von seiner Arbeit durch Dritte. Du erkennst seinen beruflichen Fokus, wieviele Finanzprodukte er in seinem Portfolio anbieten kann und mit welchen Partnern er zusammenarbeitet. Solche Informationen können bei deiner Entscheidung über eine Zusammenarbeit sehr nützlich sein und helfen! Die eigene Webseite ist heutzutage die digitale Visitenkarte. Selbst jede Dönerbude in Neukölln baut sich mindestens eine kleinen Webauftritt, um da zu sein. Da, bei diesem neuen Internet-Ding! Kann man das dann nicht auch von Menschen erwarten, die sich fürsorglich ums Geld anderer Menschen kümmern?! Und dabei gibt es neben einer Webseite ja auch noch andere Medien, um den eigenen digitalen Fingerabdruck auch nachhaltig gegenüber dem Kunden zu hinterlassen.

Augenhöhe

Jeder, der in eine Finanzberatung geht, ist in der Regel in einem Alter, in dem er zur Wahl berechtigt ist. Einem Alter, das ihn dazu noch mit der Kompetenz der freien Partnerwahl ausstattet. Somit auch alt genug, sich ganz entspannt und ohne Druck mit Beratern zusammenzusetzen. Und hier sollte jeder Mensch auch ohne einen gewissen Verkaufsdruck Informationen empfangen dürfen. Jede Frage sollte verständlich beantwortet und die sog. „Finanzexperten“ der Familie von Beratungen nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Eine gute Beratung schwingt dazu noch nach. Du solltest die Kernpunkte auch Tage später mit deinen eigenen Worten wiederholen können. Neben all diesen Zahlen-Daten-Fakten im Bereich Kompetenz, ist der persönliche Kontakt aber mindestens genauso wichtig. Hier sind Gespräche auf Augenhöhe der angenehmste Weg sich zu informieren. Warum nicht mit einer Probeberatung zum Test? Oder man verständigt sich auf mehrere Termine, damit Vertrauen vor einer Finanzentscheidung auch wachsen kann.

Hör‘ auf deinen Bauch!

Gute (Finanz)Dienstleistung ist ein Produkt aus vielen Faktoren. Um die richtige Sparentscheidung zu treffen, bedarf es vor allem auch Zeit. Zeit für kritische Fragen, der eingehenden Tiefenrecherche und Zeit für wohlüberlegte Entscheidung. Sehen wir das Thema Sparen doch wie der Kauf eines Fernsehers, damit das Thema mal sezier wird. Dann beschäftigst dich dadurch vielleicht intensiver mit den Möglichkeiten verschiedener Investments.Und wenn es am Ende des Beratungsprozesses zu einer besseren Entscheidung führt, dann hat die Brücke zum TV doch geholfen. Ist der Prüfungsprozess am Ende, dann sei aber auch entscheidungsfreudig und beginne mit dem Sparen. Der Kopf sollte die Grundlage schaffen und dann… Hör‘ auf deinen Bauch – denn in 9 von 10 Fällen liegt dieses Körperteil goldrichtig.

Posted by r.drechsel

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